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Wittorf war einst ein kleines Dorf, das sich südwestlich von Neumünster an der Stör entwickelte. Es war ein landwirtschaftlich geprägter Ort - bewohnt von Bauern, Hufnern, |
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| Kätnern, Handwerkern und deren Familien. Dennoch wurde es schon früh in die wirtschaftliche Entwicklung des Fleckens Neumünster einbezogen, als Herzog Friedrich III. 1620 dort an der Stör eine Walkmühle für die Neumünsteraner Tuchmacherei errichten ließ. | ||
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Als Ortschaft wird Wittorf dadurch jedoch nicht
wieder auferstehen. Es wird auch in Zukunft Stadtteil der
85.000-Einwohnerstadt Neumünster bleiben. Mit Stand vom 31.12.2001 zählte Wittorf 6.903 Einwohner. Aus Neumünsters Stadtmitte erreicht man den Stadtteil über die Wittorfer Straße, die in die Lindenstraße übergeht. Wittorf weist neben verschiedenen Wohngebieten und Grünflächen auch zwei Gewerbeflächen auf, auf denen sich vor allem die neueren Industriezweige angesiedelt haben. Durch einen 7-köpfigen Beirat nimmt der Stadtteil seine Interessenvertretung innerhalb der Ratsversammlung der Stadt wahr. |
In Wittorf hatte das Adelsgeschlecht der Wittorp seinen Ursprung. Die Herren von Wittorf hatten im Kirchspiel und im Flecken Neumünster die Grundherrschaft über 19 Bauernstellen und 9 Katen. Verschiedene ihrer Mitglieder standen im Dienste der Herzöge von Holstein. Vier davon in Generationenfolge als Kirchspielvögte von Neumünster (damals "Amtmann" genannt - nach: Hans Harald Hennings, Das holsteinische Adelsgeschlecht Wittorp und sein Adliges Gut Neumünster. I-II, ZSHG 92, 1967, s. 39-106; III-IV, ZSHG 94, 1969, s. 12-120.):
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| Parallel zur adligen Linie der Wittorf gab es stets in Wittorf und dem Umland Bauern und Kätner mit dem Namen Wittorp / Wittorf. Wahrscheinlich leitet sich der Name Wittorf vom gleichnamigen Dorf oder gar von den Herren der einstigen Wittorfer Burg ab. - Über eine Verbindung mit dem Wittorfschen Rittergeschlecht aus dem Lüneburger Raum ist nichts bekannt. Es dürfte sich um zwei unabhängig voneinander entstandene Geschlechter gehandelt haben. |