Bericht vom Heideblütenfest 2005 (klick)

Ortschild der Gemeinde Mittorf im Landkreis LüneburgDie Gemeinde Wittorf liegt südlich der Elbe in der Lüneburger Heide. Es handelt sich um einen kleinen noch immer sehr stark landwirtschaftlich geprägten Ort. Das einst eigenständige Dorf gehört seit 1974 mit sechs weiteren Gemeinden der Samtgemeinde Bardowick an und ist dem Landkreis Lüneburg zugehörig. 11,99 Quadratkilometer umfasst das Gemeindeareal und die 1210 Einwohner (Stand: 2004) teilen sich in 613 Frauen und 597 Männer.

Das Dorf Wittorf entstand am Ende des ersten Jahrtausends n. Chr. auf einer Geestinsel, dort wo das Urstromtal der Ilmenau in das Elbe-Urstromtal mündet. Kern der mittelalterlichen Siedlung war ein Gut, das in späteren Schriften der "adelige Hof" genannt wird. Es war von Wall und Graben umgeben und bestand ursprünglich aus 2 Höfen. Rund um dieses Gut siedelten sich schon früh verschiedene Höfe an. Wittorf gehörte zum Bardengau, dessen Hauptort das nahe gelegene Bardowick war.

Die älteste Erwähnung findet Wittorf in einer Reichsurkunde Heinrichs II.  Hauptstraße, Gemeinde Wittorfvom 2. Nov. 1004 unter dem Namen Uuitthorp. Diese Urkunde verhandelt u.a. die Schen- kung des oben beschriebenen Billungschen Gutes. Hermann Billung war ein von Otto I. eingesetzter Herzog von Sachsen und war im Jahre 973 verstorben, so dass das adelige Gut schon vor diesem Datum bestanden haben muss. 

Noch heute bildet die Ilmenau die natürliche Grenze des besiedelten Bereichs nach Osten. Ausgedehnt hat sich die Gemeinde vor allem entlang der Kreisstraße 33 und erstreckt sich heute bis an die Bundesstraße 4 im Westen (Neu Wittorf). Verbunden werden der alte und neue Ortsteil durch die Hauptstraße, die dem Verlauf der Kreisstraße 33 entspricht.  

Größere Städte in der näheren Umgebung sind Lüneburg (11 km) und Winsen / Luhe (11 km), nördlich der Elbe auf schleswig-holsteinischer Seite: Geesthacht (16 km) und Lauenburg (20 km). Hamburg ist keine 50 km entfernt und über das Autobahnnetz schnell zu erreichen.

Wappen der Gemeinde WittorfDas Ortswappen stellt drei weiße Fische dar auf einem roten Querband in einem blauen Feld. Die Gemeinde erhielt es im Jahre 1938. Grundlage ist das Wappen der adeligen Familie Wittorf, die im Mittelalter dort ihren Stammsitz hatte. Von dieser ist in einem Dokument aus dem 12. Jhd. die Gauherren-Würde im Bardengau belegt und für 1389 der Besitz von drei Reihenstellen in Wittorf.Wappen: Heinrich von Wittorf, 17. Ratzeburger Bischof (1368-1388)
1731 schreibt Pfeffinger über die braunschweig-lüneburgischen Wittorfs (
zit. in Th. Dittmann, Dat Nyge Munster, Flensburg, 1925): "Was das Wappen anlanget, so haben die Herren von Wittorff anfänglich nur zween Fische geführet, und zwar hintereinander schwimmende, von unten zur lincken Hand, gegen oben zur rechten, wie aus vielen Derselben alten Sigillis zu sehen. . . . Ihr heutiges Wappen stellet drey krumme weiße Fische vor, auf einem rothen Quer=Balcken, im weißen Feld"

Wittorf
Samtgemeinde Bardowick
Schulstr. 12, 21357 Bardowick
Tel. (04131) 120-10, Fax. (04131) 120133

Autokennzeichen: LG (Lüneburg)
Postleitzahl: 21357
Telefon-Vorwahl: 04133

Stolz können die Wittorfer auf über 1000 Jahre Geschichte zurückblicken - 
denn in das Jahr 1004 datiert die erste urkundliche Erwähnung des Ortes.
Dieses außergewöhnliche Jubiläum feierten die Bewohner unter dem Motto "Wittorf - 1000 Jahre jung" vom 3. bis 12. September 2004. 
Eingeleitet wurde die Festwoche durch einen Zapfenstreich mit Feuerwehr, Spielmannszug Wittorf sowie dem Musikzug Lauenburg Süd, der in einen Umzug zum Festzelt (Fotos - klick) überging. Dort wurde in einem Kommers für alle Wittorfer u. a. die neu erstellte Ortschronik vorgestellt.
Höhepunkt der Veranstaltungsreihe war der "Handwerkermarkt" am Samstag, dessen attraktives Angebot sich über das ganze Dorf verteilte. 
Mit verschiedenen weiteren Aktionen setzte sich das Jubiläumsprogramm über die Woche fort, bis der Abschlussball (11.9.) und ein Frühschoppen im Festzelt (12. 9.) die Feier ausklingen ließen.
Lustige Vogelscheuchen, die von vielen Wittorfer Haushalten phantasievoll erstellt wurden, zierten während der gesamten Festwoche die Vorgärten des Dorfes. Aufgerufen hatte die Folklore-Tanzgruppe der Wittorfer Landfrauen zu dieser bunten Aktion. Insgesamt wurden 80 Puppen gezählt. (Scheuchen-Parade -klick)
Davon, dass die Wittorfer zu feiern verstehen, zeugten auch die prächtig geschmückten Wagen des großen Festumzugs anlässlich des "Wittorfer Heideblütenfests" (27. - 29.8.2004), die während der Festwoche noch in den Straßen und Vorgärten zu sehen waren. (Umzugswagen - klick)

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